Viele Hände gegen Kinderarmut Eine Aktion der Arbeiter-Samariter-Jugend in Nordrhein-Westfalen

 

 

 

Die ASJ NRW ist ein Jugend-Verband.
Wir unterstützen Kinder und Jugendliche.
Das tun wir mit vielen kostenlosen Angeboten.
Bei uns können sie eine Menge lernen.
Sie können sich weiterentwickeln.
Damit sie selbstbewusst und selbstständig werden.
Und Verantwortung übernehmen.
Uns ist wichtig:
Jeder Mensch soll seinen Platz im Leben finden.
Wir fördern das Miteinander.
Alle sollen sich gegenseitig unterstützen.
Und füreinander da sein.
Alle sollen die gleichen Chancen haben.

Auch in der Politik setzen wir uns für die Rechte
von Kindern und Jugendlichen ein.
Zum Beispiel unterstützen wir die Aktion:
Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!
Junge Menschen haben das Recht,
selbst über ihr Leben zu bestimmen.
Dazu haben sie in der ASJ viele Möglichkeiten.
Bei uns können sie mitentscheiden.

Wir unterstützen sie dabei:

  • dass sie ihre Rechte einfordern
  • und dass sie gehört werden.

Die ASJ NRW stärkt junge Menschen.

Unsere Mitglieder sind Kinder und Jugendliche.
Darum geht es uns besonders um ihre Interessen.
Deshalb gibt es unsere Aktion:
Viele Hände gegen Kinderarmut.
Denn alle Kinder sollen die gleichen Chancen haben.
Auf vielen Wegen setzen wir uns dafür ein.
Denn es gibt viele Kinder und Jugendliche,
die in Armut leben.
Oder von Armut betroffen sind.
Darauf wollen wir aufmerksam machen.

Viele Hände gegen Kinderarmut

Wir haben mehrere Ziele:

  1. Wir wollen auf das Problem aufmerksam machen.
  2. Wir wollen in unserem eigenen Verband genau anschauen:
    Wo gibt es bei uns Hindernisse?
    Wodurch schließen wir manche Kinder und Jugendliche aus?
    Zum Beispiel, weil sie von Armut betroffen sind.
    Wir wollen,
    dass alle Gruppenleiter über Kinderarmut Bescheid wissen.
    Unsere Angebote sollen für alle Kinder offen sein.
  3. Wir bieten unseren Mitgliedern viele Workshops an.
    Kinder und Jugendliche erfahren dort:
    Ich bin wertvoll.
    Alle Menschen sind gleich viel wert.
    Ich kann viel schaffen.
    Ich passe auf, dass ich niemanden mit meinen Worten verletze.
  4. Wir setzen uns für die Kinderrechte im Grundgesetz ein.
    Wir setzen uns für die Interessen von Kinder und Jugendlichen ein.
    Auch in der Politik.

Auch der ASB NRW unterstützt uns bei unseren Aktionen.

Die ASJ NRW kümmert sich um die Kinderrechte.
Wir als Landesjugend setzen uns dafür ein:
Die Kinderrechts-Konvention soll endlich Wirklichkeit werden!

Schon im Herbst 2019 haben wir eine Schulung gemacht.
Es ging um das Thema:
Seine Rechte kennen. Und seine Rechte leben.

Gemeinsam wurde an diesen Themen gearbeitet:

  • Die UN-Kinderrechts-Konvention
  • Kinderrechte im Alltag
  • Kinderrechte weltweit
  • Welche Hilfs-Angebote gibt es?
  • Unsere Forderungen an die Politik

Im März 2021 haben sich Organisationen zusammengetan.
Es waren mehr als 100 Organisationen aus ganz Deutschland.
Auch wir waren dabei:
der ASB NRW und die ASJ NRW.
Wir alle haben uns in einer Aktion dafür eingesetzt:
Die Aktion heißt:
Kinderrechte ins Grundgesetz. Aber richtig!

Der Bundestag hat sich leider dagegen entschieden.
Die Kinderrechte wurden nicht ins Grundgesetz aufgenommen.
Trotzdem.
Das Thema bleibt für uns sehr wichtig.
Wir fordern:
Im Grundgesetz muss es mehr um die Kinderechte gehen.

Kinderarmut in Deutschland

Die größtmögliche Armut bedeutet:
Menschen haben viel zu wenig Geld.
Sie können sich nicht einmal die wichtigsten Dinge leisten.
Dinge, die man zum Überleben braucht.
Zum Beispiel können sie nicht genug Lebensmittel kaufen.
Nicht für sich und nicht für ihre Familie.
Sie können sich keine Wohnung leisten.
In armen Ländern bedeutet das für die Menschen:
Sie müssen hungern.
Ihre Armut nennt man: absolute Armut.
In Deutschland gibt es viele Hilfs-Organisationen.
Dazu gehört zum Beispiel der ASB.
Sie alle helfen auch Menschen in anderen Ländern in Not.

Bei uns in Deutschland ist das anders.
Deutschland ist ein reiches Land.
Doch die Menschen haben nicht alle gleich viel Geld.
Es gibt große Unterschiede.

Die einen sind sehr reich.
Sie können sich sehr viele Dinge leisten.
Viele Dinge, die sie nicht wirklich zum Leben brauchen.

Andere haben gerade genug Geld.
Sie können Essen, Miete und Kleidung bezahlen.
Doch für mehr reicht es nicht.
Nicht für Dinge, die Spaß machen.
Zum Beispiel für einen Kinobesuch.
Oder um in ein Schwimmbad zu gehen.
Für einen Urlaub reicht es erst recht nicht.

Die meisten Menschen in Deutschland haben Geld.
Sie können sich vieles ohne Probleme leisten.
Auch Dinge, die einfach Spaß machen.

Doch einige Menschen können das nicht.
Ihr Geld reicht nicht.
Ihre Armut nennt man: relative Armut.
Denn sie sind im Vergleich zu ihren Mitmenschen arm.
In diesen Familien gibt es oft auch Kinder und Jugendliche.
Auch sie erleben die relative Armut.
In ganz Deutschland leben etwa 15 Millionen Kinder.
In NRW sind es 3 Millionen Kinder.
Davon ist jedes 5. Kind von Armut betroffen.

Nehmen wir eine Gruppe von 5 Kindern.
Davon lebt ein Kind in Armut.
Es wächst zwar in Deutschland auf.
Aber von den meisten Dingen ist es ausgeschlossen.
Es kann zum Beispiel nicht:
•    in einen Sportverein gehen,
•    etwas mit Freunden unternehmen
•    oder auf Klassenreise mitfahren.
Dafür haben seine Eltern kein Geld übrig.

Wenn Eltern sehr wenig Geld verdienen,
sind auch die Kinder und Jugendlichen betroffen.
Einige Eltern haben gar keine Arbeit.
Dann bekommen sie Geld vom Staat.
Dieses Geld heißt: HARZ 4.
Aber es ist nicht viel.
Es reicht nur für die lebenswichtigen Dinge.
Diese Familien sind arm.

In Deutschland ist Kinderarbeit verboten.
Erst Jugendliche ab 15 Jahren dürfen arbeiten.
Aber nur für wenige Stunden in der Woche.
Einige Jugendliche aus diesen Familie haben einen Job.
Doch weil ihre Eltern HARZ 4 bekommen,
dürfen sie nur 100 Euro dazu verdienen.
Verdienen sie mehr,
nimmt der Staat ihren Eltern das Geld wieder ab.
So haben diese Jugendlichen keine Chance.
Sie können kaum Geld verdienen und sparen.
Zum Beispiel, um sich etwas leisten zu können.

Wenig Geld bedeutet nicht nur:
Es gibt nicht ständig neues Spielzeug.
Oder es gibt nicht immer das modernste Handy.
Die Folgen sind viel größer.

Vor allem in den Großstädten sind die Mieten sehr teuer.
Ärmere Familien können sich nur eine kleine Wohnung leisten.
Dann müssen sich alle Kinder ein Zimmer teilen.
Niemand hat Ruhe.
Oder kann mal allein sein.
Oft reicht das Geld nicht für Internet.
Erst recht nicht für einen Computer.
Die Kinder und Jugendlichen sind von den digitalen Medien ausgeschlossen.
Sie haben keinen Zugang.

Manchmal braucht man Geld außer der Reihe.
Zum Beispiel, weil die Waschmaschine kaputt geht.
Oder eines der Kinder braucht eine Zahnspange.
Und die Krankenkasse zahlt nicht.
Die Familie weiß dann nicht:
Woher soll sie das Geld nehmen?

Kinder aus diesen Familien müssen auf viele Dinge verzichten.
Während sie für die anderen Kinder selbstverständlich sind.

Ohne eigenes Zimmer ist das Lernen zu Hause schwer.
Sie werden bei den Schulaufgaben ständig gestört.
Kein Internet und kein Computer bedeutet:
Die Kinder können nicht am Online-Unterricht teilnehmen.

Die Kinder sind oft zu dünn angezogen.
Weil das Geld für Winterkleidung fehlt.
Dann werden sie schneller krank.

Wer oft in der Schule fehlt, verpasst den Lernstoff.
Viele Kinder und Jugendliche aus armen Familien
haben Schwierigkeiten in der Schule.
Sie bekommen schlechtere Noten.
Später ist es schwer,
einen guten Ausbildungsplatz zu bekommen.
Oder sie können nicht das Fach studieren, was sie wollen.
Weil ihr Abitur dafür zu schlecht ist.

Für die Schule braucht man viele Dinge.
Zum Beispiel:
Schulranzen, Hefte, Bücher und Stifte.
Was gerade cool ist, kostet mehr.
Das können sich ärmere Familien nicht leisten.
Kinder mit gebrauchten oder unmodernen Sachen werden oft gehänselt.

Meistens laden Kinder aus armen Familien niemanden ein.
Denn zu Hause ist es eng.
Und sie haben kein eigenes Zimmer.
Ihre Geburtstage feiern sie nicht.
Vermutlich werden sie dann auch nicht eingeladen.
Kino oder ein Besuch im Schwimmbad kosten ebenfalls Geld.
Also gehen sie nicht mit.
Ganz schnell sind sie ausgeschlossen.
Ausgeschlossen von vielen Dingen, die Spaß machen.
Doch alle anderen Kinder erleben viel:
Sie erleben Gemeinschaft, Freundschaft und haben Spaß.
Dazu sagt man: Soziale Teilhabe.

Wer in Armut aufwächst,
macht andere oder viel weniger Erfahrungen.
Kinder in Armut können nach den Ferien nichts erzählen.
Denn sie hatten keine Urlaubsreise.
Sie tragen uncoole Schuhe.
Oder sie tragen die Jacke der großen Schwester auf.
Sie können nicht mitreden,
weil sie keinen Computer haben.
Sie kennen nicht die coolsten Online-Spiele.
Das fühlt sich alles nicht gut an.
Irgendwie gehören sie nicht dazu.

Soziale Teilhabe ist wichtig für Kinder und Jugendliche.
Damit ist zum Beispiel gemeint:
•    Mitglied in einem Sportverein sein
•    Urlaube erleben
•    ein Instrument lernen
•    Nachhilfe bekommen können
•    mit Freunden zusammen sein
•    in einem Jugendverein mitmachen.

All diese Dinge sind wichtig für die persönliche Entwicklung.

Armut nimmt Kindern und Jugendlichen
viele Chancen für ihre Zukunft.
Die Erfahrungen zeigen:
Aus armen Kindern werden meistens arme Erwachsene.
Denn sie schaffen kaum einen höheren Schulabschluss.

Die Kinder und Jugendlichen können selbst
nichts an ihrer Lage ändern.
Darum ist das unsere Aufgabe.
Wir wollen uns um alle Kinder kümmern.
Die ASJ will ihre Bedürfnisse erkennen.
Sie will ihre Interessen vertreten.
Die ASJ will alle Kinder auf ihrem Weg unterstützen.

Ansprechpartner*in

Khadija AbourizqLandesjugendreferentin

Landesgeschäftsstelle
Kaiser-Wilhelm-Ring 50
50672 Köln

0221 / 949707-24
0221 949707-​19
abourizq(at)asb-nrw.de

Hanna ObertLandesjugendreferentin

Landesgeschäftsstelle
Kaiser-Wilhelm-Ring 50
50672 Köln

0221 949707-22
0221 949707-19
obert(at)asb-nrw.de

Patricia SanchezLandesjugendreferentin und Projektreferentin für rassismuskritische Jugendverbandsarbeit

Landesgeschäftsstelle
Kaiser-Wilhelm-Ring 50
50672 Köln

0221 949707-25
0160 5029882
sanchez(at)asb-nrw.de